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Sabine Haupt

Im kommenden Frühjahr erscheint im "verlag die brotsuppe" (Biel/Bienne) mein neues Buch. Der Roman

Der blaue Faden. Pariser Dunkelziffern

spielt im Hitzesommer 2003. Ort der Handlung ist eine Pariser Mansarde, aus der es zunächst noch ein paar Auswege gibt: in die Straßen von Paris, ins Internet, in die Vergangenheit der Protagonistin, d.h. nach Genf und Wien und an den Bodensee. Hinzu kommen reale und virtuelle Begegnungen mit fremden Männern und einer ziemlich ungewöhnlichen Concierge. Doch die mysteriöse Hitze nimmt weiter zu, die Atmosphäre wird klaustrophobischer, das Erzählen zunehmend fragmentarisch. Zentrales Thema des Romans ist das Warten, in all seinen alltäglichen und banalen, aber auch in seinen existenziellen und kulturgeschichtlichen Erscheinungsweisen. Es geht um Zeit und Geschichte: historisch, philosophisch, physikalisch, mathematisch, zwischenmenschlich, um Liebe und Tod und den Wahnsinn des Lebens. – Genre-Zuordnung? Keine Ahnung, vielleicht: "intellektueller Frauenroman"… ;-)

 

Verlagsvorschau Frühjahr 2018

 

Zur Finanzierung der Druckkosten lancieren meine Verlegerin und ich ein Crowd-Funding.

Link zum Crowdfunding

 

"Mit [ihren] Geschichten reagiert Haupt auf die Zeit – also dagegen; und doch vergehen sie wie diese, wie Träume. Träumt Haupt davon, die Zeit mit der Zeit zu vergessen? […] Deshalb ist es wohl auch so gemütlich in diesen Geschichten; eine wird von der anderen, die andere von dieser warmgehalten wie die Puppe in der Puppe in der Puppe. Ein kaum zerstörbares, aus Wörtern gemachtes, mit Phantasie verstrebtes Museum, in welchem das Hinfälligste gehütet wird: der Augenblick. […] Und nun will ich Ihnen, fährt Haupt flüsternd fort, das Geheimnis verraten: nein, es war kein Traum!…"

aus: Felix Philipp Ingold, Haupts Werk. Das Leben, München 1984, S. 14f.

 

"Es ist häßlich zu lügen, sagte Annika […]. Ja, es ist häßlich zu lügen, sagte Pippi noch trauriger, aber ich vergesse es hin und wieder."

aus Astrid Lindgren: Pippi Langstrumpf, Hamburg 1967, S. 15

 

Hintergundbild: Lumbreras  ©Elga Onda

© David Gagnebin-de Bons 2015© David Gagnebin-de Bons 2015

"Meistens singt man in Abwesenheit von Liebe über die Liebe, denn wenn sie da ist, erkennt man sie nicht, erst wenn sie verschwunden ist. Oder sie ist abwesend, weil sie noch nicht da ist, man erfindet sie sich – das Sehnsuchtsstadium. Keine erfreulichen Zustände, denen ein Sänger also ständig ausgesetzt ist. Man braucht drei Seelen, drei Herzen und drei Hirne, um das zu verkraften."

aus: Cora Frost, Fugu (CD, Berlin 1998)